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Virtuelle Inbetriebnahme

Virtuelle Inbetriebnahme

Handlungsempfehlungen zum wirtschaftlichen Einstieg

Für den Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ergibt sich durch die konsequente Digitalisierung des Produktentstehungsprozesses eine Vielzahl an neuen Wertschöpfungs­potenzialen. Bisherige Entwicklungen haben spannende Einzellösungen hervorgebracht, es fehlt jedoch an einer strukturierten Umsetzung entlang des gesamten Produktentstehungsprozesses. Zu den einzelnen Entwicklungen zählen Fortschritte in den Bereichen Virtualisierung und Cloud-Technologien, AR/VR, Künstliche Intelligenz und Machine Learning sowie in besonderem Maße die Bereiche Simulation und Datenmodellierung. Bei der Betrachtung eines vollständig digitalisierten Lebenszyklus von Produkt und Produktion spricht man vom Digitalen Zwilling. Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau hat die Möglichkeit, auf dem Weg zu ganzheitlichen Digitalisierungslösungen eine Vorreiterrolle einzunehmen. Der Produktentstehungsprozess und insbesondere die Produktion werden durch die konsequente Digitalisierung transparenter, intelligenter und flexibler ­ genau passend, um auf die Herausforderungen eines globalen und hoch individualisierten Marktes zu reagieren.

Eine Simulationsmethode, die bereits heute im Produktentstehungsprozess eine maßgebliche Rolle spielt, ist die Virtuelle Inbetriebnahme. Aus digitalen Modellen, Methoden und Werkzeugen ist in den vergangenen 15 Jahren eine Technologie entstanden, die eine Absicherung von Komponenten, Maschinen und Anlagen in einer virtuellen Umgebung ermöglicht, bevor diese real in Betrieb genommen werden. Bei deren Einsatz werden erwiesenermaßen Vorteile für die Qualität von Automatisierungssoftware und das gesamte Produktionssystem erreicht. Zudem werden Verbesserungen der Entwicklungsprozesse, bspw. bei der Kommunikation der Disziplinen und dem Zeitmanagement, erreicht.

Für immer mehr Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau nimmt die Virtuelle Inbetrieb­nahme eine signifikante Rolle ein. Die konsequente Weiterentwicklung der Virtuellen Inbetriebnahme in einem Schulterschluss aus Forschungslandschaft, Herstellern von Simulationssoftware und dem Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist dabei eine span­nende Erfolgsgeschichte für sich. Heute können mit der steigenden Anzahl an Unternehmen, die auf die Virtuelle Inbetriebnahme setzen, neue Potenziale entlang von Zulieferketten erschlossen und die ganzheitliche, wertschöp­fungskettenübergreifende Digitalisierung voran­getrieben werden.

Mit dem vorliegenden Leitfaden ist erstmals ein praxisbezogenes Dokument entstanden, das aus der Sicht des Anwenders den erfolgreichen operativen und nachhaltig wirtschaftlichen Einstieg in die Virtuelle Inbetriebnahme unterstützt. Wir wünschen Ihnen eine spannende Lektüre und einen erfolgreichen Start bei den eigenen (ersten) Schritten hin zu einer effizienten und gewinnbringenden Virtuellen Inbetriebnahme.

Kooperationspartner

  • VDMA Forum Industrie 4.0
  • Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen (ISW) Universität Stuttgart

LVI

Das Projekt LVI wird als Eigenmittelprojekt des Forschungskuratorium Maschinenbau e.V. unter der FKM-Nr. 7048920 gefördert.

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