RIF Institut für Forschung und Transfer e.V., Dortmund, ist wissenschaftliches Gründungsmitglied der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft, die am 2. April 2014 als Dachorganisation rechtlich selbständiger, außeruniversitärer  Forschungseinrichtungen in NRW gegründet worden ist. Bei dem Festakt war auch Christina Rau, die Frau des verstorbenen ehemaligen NRW-Ministerpräsidenten und späteren Bundespräsidenten, zugegen. NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze hob die Signalwirkung der Forschungsgemeinschaft für das Land hervor: „Sie setzt neue Impulse beim Strukturwandel, sie steht für eine Kräftebündelung bei der Umsetzung der Fortschrittsstrategie des Landes und sie stärkt die Kooperationen zwischen den Forschungseinrichtungen."

Herausragende Forschung an Fortschrittsthemen und die Erfüllung von einheitlichen Qualitätsstandards sind Voraussetzungen für die Aufnahme in die Gemeinschaft. RIF setzt sich seit seiner Gründung 1990 für den Transfer von Forschungsergebnissen in die Wirtschaft und die Gesellschaft ein. „Unsere Mission ist es, Erkenntnisse aus der Forschung so weiter zu entwickeln, dass sie als innovative Lösungen oder Produkte in der Wirtschaft genutzt werden können. Die Mitgliedschaft in der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft bestätigt unseren interdisziplinären Ansatz“, erklärt Geschäftsführer Michael Saal. Auch die neue Dachorganisation setzt auf eine ganzheitliche Betrachtung der Zukunftsfragen in einer immer komplexer werdenden Gesellschaft, wie der neue Vorsitzende der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft Prof. Dr. Dieter Bathen, erläuterte: „Die aktuellen Diskussionen zum Beispiel über die Energiewende oder große Infrastrukturprojekte zeigen, wie notwendig diese Zusammenarbeit über die Grenzen von Fachdisziplinen hinweg ist“.

Die Mitglieder der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft wollen zukünftig unter einem Dach forschen, wissenschaftlichen Nachwuchs ausbilden und gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Zudem ist eine regelmäßige Evaluation aller Einrichtungen vorgesehen.  Zu den wissenschaftlichen Gründungsmitgliedern der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft gehören neben RIF die folgenden Einrichtungen:

•    Bonn International Center for Conversion (Bonn)
•    Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (Bonn)
•    Forschungsinstitut für Rationalisierung (Aachen)
•    Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft (Aachen)
•    Gesellschaft für Angewandte Micro- und Optoelektronik mbH (Aachen)
•    Institut für Energie- und Umwelttechnik (Duisburg)
•    Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (Dortmund)
•    Institut für unterirdische Infrastruktur (Gelsenkirchen)
•    Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte (Essen)
•    Stiftung Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung (Essen)
•    Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie (Wuppertal)
•    Zentrum für BrennstoffzellenTechnik (Duisburg)

Insgesamt arbeiten unter dem neuen Dach damit mehr als 1.000 Beschäftigte in Nordrhein-Westfalen. Vorsitzender ist der wissenschaftliche Leiter des Instituts für Umwelt- und Energietechnik (IUTA), Prof. Dr. Dieter Bathen.
Neben den 13 wissenschaftlichen Gründungsmitgliedern ist das Land Nordrhein-Westfalen, vertreten durch das Wissenschaftsministerium, ein weiteres Gründungsmitglied des Vereins.

Gründung der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft am 2. April 2014. Vorn, von rechts: Christina Rau, Ehefrau des verstorbenen ehemaligen NRW-Ministerpräsidenten Johannes Rau, NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze und der neue Vorsitzende der Dachorganisation, Prof. Dr. Dieter Bathen. Das RIF Institut für Forschung und Transfer, Dortmund, wurde durch die Vorstandsmitglieder Prof. Dr.-Ing. Jürgen Roßmann (hintere Reihe, 4.v. l.), Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Tillmann, (2. v. r.) und Geschäftsführer Michael Saal (3. v. l.) vertreten. [Foto: Gerhard P. Müller / Fotodesign]
Johannes Rau Forschungsgemeinschaft