Anforderungsorientierte Produktentwicklung

Im Rahmen der Produktentwicklung ist eine Vielzahl an Anforderungen verschiedener Stakeholder (z.B. Käufer, Nutzer, Gesetzgebung) zu berücksichtigen. Um ein erfolgreiches Produkt zu entwickeln und eine hohe Zufriedenheit der Stakeholder sicherzustellen, muss der Entwicklungsprozess anforderungsorientiert gestaltet werden. Der Arbeitsschwerpunkt „Anforderungsorientierte Produktentwicklung“ befasst sich in diesem Zusammenhang mit der Entwicklung und Anwendung von Methoden, mit denen die Anforderungen vollständig erhoben, strukturiert, analysiert und in adäquate Produktmerkmale übersetzt werden können. Auf diese Weise können die Bedürfnisse der Stakeholder bestmöglich erfüllt werden.

Integrierte Managementsysteme

Unternehmen stehen immer häufiger vor der Herausforderung neben einem funktionierenden Qualitätsmanagementsystem weitere Managementsysteme wie z.B. ein Umwelt-, Arbeitsschutz-, Energie- und Risikomanagementsystem im Unternehmen einzuführen und stetig weiterzuentwickeln. Werden die verschiedenen Managementsysteme nicht integriert, kann das zu Konflikten, Widersprüchen und Redundanzen durch Mehrfachbeschreibungen der Prozesse führen. Daher sollten die Managementsysteme zu einem integrierten Managementsystem zusammengeführt werden. Ziel unserer Forschungstätigkeit im Arbeitsfeld „Integrierte Managementsysteme“ ist es Unternehmen in die Lage zu versetzen, aufwandsarm ein integriertes Managementsystem einzuführen, zu bewerten und kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Qualitätsplanung von Montagetätigkeiten

Eine wesentliche Zielsetzung bei der Planung von manuellen Montagetätigkeiten ist es, stabile und effiziente Produktionsprozesse zu erzeugen. Um dies zu erreichen, werden manuelle Montageprozesse derzeit vorrangig hinsichtlich einer optimalen Zeitnutzung geplant. Hierbei wird oftmals nicht berücksichtigt, dass eine unzureichende Stabilität und Effizienz der Montageprozesse nicht nur durch eine ungenügende Prozessgestaltung, sondern auch wesentlich durch Handlungsfehler der beteiligten Personen verursacht wird. Das Arbeitsfeld „Qualitätsplanung von Montagetätigkeiten“ beschäftigt sich daher mit prozessorientierten Methoden, mit denen in der Planungsphase nicht nur eine zeit-, sondern direkt auch eine qualitätsorientierte Auslegung der Montageprozesse erfolgen kann.

Optimierung der Prüfplanung

Um die Konformität von Arbeitsergebnissen mit den an sie gestellten Anforderungen zu überwachen, werden Qualitätsprüfungen durchgeführt. Im Rahmen der Prüfplanung wird dazu im Vorfeld festgelegt, WAS (Merkmal), WOMIT (Prüfmittel/ Prüfmethode), WIEVIEL (Prüfumfang), WANN (Prüfzeitpunkt) und WO (Prüfort) in Arbeitsabläufen, wie etwa in der Fertigung oder bei der manuellen Kommissionierung, geprüft werden muss. Werden für jeden dieser Punkte alle Alternativen aufgestellt und hinsichtlich der Zielgrößen Qualität, Kosten und Durchlaufzeit gegeneinander bewertet, führt dies zu einem Aufwand, den in der Praxis aus Zeitgründen kein Prüfplaner betreiben kann. Der Arbeitsschwerpunkt „Optimierung der Prüfplanung“ beschäftigt sich deshalb mit der Entwicklung von rechnergestützten Programmsystemen, mit deren Hilfe die Prüfplanung aufwandsarm optimiert werden kann.